Eigentlich würdet ihr gern heiraten, aber bitte nicht so pompös, und nicht mit so vielen Gästen, nicht zu so hohen Kosten, und eigentlich lieber flexiblel, eigentlich würdet ihr euch an diesem Tag lieber in den Bergen bewegen, einen wunderschönen Ort aufsuchen und ihn ganz ohne weißes Kleid und edlen Anzug verbringen, sondern einfach … einfacher?
Wir können euch beruhigen: Mit diesen Gedanken seid ihr nicht allein, sie sind heutzutage ganz normal. In der hektischen Welt des Hochzeitsplanens, wo oft die Erwartungen anderer über den eigenen Wünschen zu stehen scheinen, sehnen sich viele Paare nach einem Moment der Intimität und Authentizität. Hier kommt das Elopement ins Spiel – eine Tradition, die zwar aus vergangenen Jahrhunderten stammt, aber heute mehr denn je von modernen Paaren geschätzt wird.
Geschichte:
Ursprünglich aus den USA und Australien stammend, war das Elopement in den letzten Jahrhunderten ein Akt der Rebellion, ein Entfliehen aus den Zwängen gesellschaftlicher Erwartungen. Wenn die Zustimmung der Familie fehlte, wagten Paare den Schritt, ohne großes Aufsehen zu heiraten – oft nur im engsten Kreis, ohne großes Fest und manchmal sogar ohne Wissen der Familie und Freunde. "To elope" bedeutet im Englischen „weglaufen“, und genau das taten diese mutigen Liebenden, um ihrer wahren Liebe zu folgen. Und wenn man so nachdenkt … Den liebsten Menschen an die Hand nehmen und einen einzigartigen Ort aufsuchen – auch eine Form des Destination Wedding.
Vorteile:
Moderne Paare lieben die Vorteile des Elopements. Heute hat das Elopement eine neue Bedeutung gefunden. Es ist nicht mehr nur ein heimliches Entfliehen, sondern eine bewusste Entscheidung für Intimität und Authentizität. So ein Vorhaben wird natürlich gut durchgeplant und ist auch nicht mehr unbedingt eine „heimliche“ Hochzeit, auch wenn ihr sie allein zu zweit feiert. Glücklicherweise gibt es heute den gesellschaftlichen Druck und die Zwänge von damals nicht mehr.
Moderne Paare schätzen die Möglichkeit, ihren Bund in trauter Zweisamkeit an einem besonderen Ort zu besiegeln, fernab von konventionellen Hochzeitszeremonien. Wir durften schon viele sich Liebende auf ihrem Elopement begleiten, sie als freie Traurednerinnen symbolisch trauen und ihnen eine Traurede schreiben und halten und haben hierin viel Erfahrung. Eine winzig kleine Anzahl von Gästen ist möglich, falls ihr einige besondere Menschen unbedingt dabei haben wollt. Ansonsten kann eine größere Feier oder ein Empfang für Familie und Freunde folgen, um die Hochzeit anschließend öffentlich bekannt zu geben.
ABER ACHTUNG!
Das Elopement ist als rein symbolische Trauung keine rechtlich wirksame Form der Hochzeit. In vielen Fällen geht ihm aber eine rechtlich bindende standesamtliche oder kirchliche Heirat voraus. Eine symbolische Hochzeit in diesem Format kann gern am selben Tag wie die Trauung stattfinden.

